Die Hells Angels sind einer der berüchtigtsten Motorradclubs der Welt. Aus einem kleinen Motorradclub, der vorwiegend aus Veteranen aus dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde, ist eine der furchterregendsten Vereinigungen der Welt entstanden.

1948 gründete Ralph „Sonny“ Barger den Club in Fontana, in den USA. Sie versuchten die Werte Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Respekt und Freiheit in dem Club zu wahren. Der Name geht auf den Film Hells Angels zurück, der 1930 gedreht wurde und die Geschichte der britischen Kampfflieger im Ersten Weltkrieg erzählt. In diesem Film kommt auch die fliegende Festung vor, die Boeing B-17F-25-BO, mit dem gleichen Namen.

Erst neun Jahre nach der Gründung des Clubs schlossen sich in Kalifornien andere Motorradclubs den Hells Angels an. In den sechziger Jahren breitete sich der Club dann über die ganze USA aus.

Das erste Mal bekam der Club negative Presseberichte, als 1969 ein achtzehnjähriger Zuschauer bei einem Konzert von einem Hells Angel erstochen wurde. Der Afroamerikaner hatte in einem Drogenrausch auf dem Konzert der Rolling Stones eine Waffe gezogen. Der Hells Angel Alan Passaro, der auf dem Konzert als Ordner eingestellt war, tötete den jungen Mann mit sieben Messerstichen. Der Hells Angel wurde wegen Mordes vor Gericht gestellt, wurde aber freigesprochen, da er in Notwehr gehandelt hatte.

Die Hells Angels sind an ihren Kutten zu erkennen, auf denen der Patch des Clubs, der Totenkopf, aufgenäht ist. Außerdem trägt jedes Mitglied den Clubnamen und den Ort des jeweiligen Chapters.

In Deutschland existiert der Club seit 1973. Der Rocker Club „Bloody Devils“ schloss sich den Hells Angels im März diesen Jahres an. Legendär ist der Übertritt des „Bones MC“, der schon über 30 Jahre existierte und als größter Motorradclub Deutschlands galt. Mehr als die Hälfte der 497 Mitglieder trat dem amerikanischen Club bei.

In Verruf kam der Club in Deutschland erst, als sie ab 2010 den Kampf gegen den Bandidos Motorradclub aufnahmen. Der Club ist seit 2017 in Deutschland verboten.